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Geigers Arbeiten zur Eugenik
pp. 112-130
Abstract
Dem Themengebiet der Eugenik, zu dem Geiger zu Beginn der 30er Jahre fünf Zeitschriftenpublikationen und zwei Monographien — einerseits das im November 1933 im Enke Verlag herausgegebene Buch Erbpflege. Grundlagen, Planung, Grenzen und andererseits die in der dänischen Emigration verfaßte Studie Samfund og Arvelighed257 — vorlegt, gebührt aus mehreren Gründen eine genauere Betrachtung. Zunächst dokumentiert es einen der seltenen Versuche, sich mit Fragen der Eugenik aus einer dezidiert sozialwissenschaftlichen Perspektive auseinanderzusetzen.258 Ferner erlaubt das Themengebiet, wissenschaftsbiographisch aufschlußreiche Erkenntnisse über Geigers Einstellung und Verhalten zu Beginn der nationalsozialistischen Herrschaftsära zu gewinnen. Außerdem eignet es sich hervorragend, um einige der paradigmatischen Grundüberzeugungen und Vorentscheidungen, die der Geigerschen Soziologie insgesamt zugrunde liegen, hervortreten zu lassen. Damit ist auch schon angedeutet, daß ich dafür plädiere, dieses Themengebiet nicht als erratisehen Block, sondern als stimmiges Komplement der Denkweise Geigers zu betrachten.
Publication details
Published in:
Meyer Thomas (2001) Die Soziologie Theodor Geigers: Emanzipation von der Ideologie. Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften.
Pages: 112-130
DOI: 10.1007/978-3-322-89595-0_6
Full citation:
Meyer Thomas (2001) Geigers Arbeiten zur Eugenik, In: Die Soziologie Theodor Geigers, Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften, 112–130.